Fotopannen in Neuseeland – aus meinen Fehlern lernen

Nach ein paar Zusammenfassungen mit vielen schönen Bildern ist es jetzt mal wieder an der Zeit für die Wahrheit und damit für jede Menge (peinlicher) Fehler beim Fotografieren. Ich hoffe ihr könnt von meinen Fehlern lernen und braucht sie so nicht selbst zu machen. 😉

Und Überraschung! – der Beitrag ist wieder eine Liste geworden. ^^ Viel Spaß und viel Erfolg beim Fotografieren. Ich denke die meisten Fehler kann man übrigens nicht nur in Neuseeland machen. 😉

Fototipps für Neuseeland – Fehler vermeiden

1. Linse und Kamera regelmäßig reinigen. Mein schlimmster Fehler zuerst: Wer Fotos macht am Strand, im Sturm und häufig schnell die Linse wechselt, darf sich nicht wundern über Dreck auf dem Sensor und auf der Linse und damit Flecken auf den Bildern. Was hat mir das Bilder kaputt gemacht! Ich will es euch eigentlich gar nicht sagen, weil nachdem es mir einmal aufgefallen ist, habe ich die Flecken überall entdeckt. Shit!

Westcoast Neuseeland Südinsel - Foto mit Flecken

Ein einfaches Reinigungsset mit einem Microfasertuch und einem „Pusteding“ kann schon viel bringen. Und nach einer längeren Reise lohnt sich vielleicht auch mal eine professionelle Reinigung vom Hersteller. Für kleine Fehler gibt es zum Glück die Nachbearbeitung von Fotos.

2. Iso-Wert checken! Insbesondere nachdem man nachts die Sterne bzw. die Milchstraße fotografiert hat. Dafür musste ich nämlich immer den Iso-Wert sehr hoch einstellen und es ist mir mehrfach passiert, dass ich am nächsten Morgen (jap, die Kamera war fast täglich im Einsatz) vergessen habe den Iso-Wert zurück zu stellen. Warum sind die Bilder nur so komisch unscharf, fast wie gemalt? (Ha, und ein Fleck ist auch drauf!)

Iso-Wert = 1600

3. Auto-Fokus checken! Gleiche Situation – beim Versuch den Sternenhimmel zu fotografieren stelle ich um auf manuellen Fokus … und vergesse hinterher wieder den Autofokus einzustellen. Nun ja, es war noch früh morgens und ich habe munter weiter fotografiert, ohne den Fokus einzustellen. Fail! Und das ausgerechnet an einem der schönsten Strände in Neuseeland … Das soll euch nicht passieren!

Coromandel Neuseeland Autofokus falsch

4. Ein Stativ nutzen … und es dann auch mitnehmen! Gerade Bilder von Wasserfällen sehen so viel schöner aus mit einer langen Belichtungszeit und die bekommt ihr am besten mit einem Stativ hin. Theoretisch hatte ich in Neuseeland ja auch ein kleines Dreibein dabei, praktisch habe ich es aber immer wieder im Bongo vergessen. Schade, wenn man dann länger zu einem Wasserfall wandert und dann feststellt: Stativ vergessen!

Neuseeland Wasserfall ohne Stativ

5. Hui, es wird immer peinlicher … Und das ist mir nicht nur einmal passiert: Wenn ihr die SD-Karte aus der Kamera nehmt, um Bilder auf den PC/ Laptop zu übertragen – tut sie hinterher wieder rein! Ich habe (gerade für’s Bloggen) regelmäßig Bilder auf den Laptop übertragen und hinterher mehrfach vergessen die SD-Karte wieder zurück in die Kamera zu stecken. Da meine Kamera absolut keinen internen Speicher besitzt, hat es sich dann ein paar Mal auf Ausflügen mit dem Fotografieren erledigt. Am besten wäre es vermutlich die Karte gar nicht raus zu nehmen und die komplette Kamera an den Laptop anzuschließen … weiß ich jetzt auch, Jonas. :-*

Auckland Neuseeland Handyfoto

Wir werden nie erfahren, wie dieses Handyfoto mit der Kamera geworden wäre. 😛

6. Bei viel Sonnenschein ggf. einen ND-Filter nutzen. Einige meiner Bilder sind leider überbelichtet oder die Farben/Kontraste stimmen nicht. Der Grund: zu viel direkter Sonnenschein. Die Unterschiede zwsichen hell und dunkel sind zu groß und überforderten meine arme Kamera. Abhilfe können da ND-Filter schaffen. Sie werden vor die Linse geschraubt und verdunkeln so das Bild, anschließend müsst ihr eine längere Belichtungszeit und damit ein Stativ verwenden, bekommt so aber zum Beispiel See/Wasser und Himmel mit tollen Farben hin. Soweit mein Theorie-Halbwissen. Ich habe zum Geburtstag ND-Filter und einen passenden Kurs zur Anwendung geschenkt bekommen (Danke!) – danach weiß ich hoffentlich mehr und habe auch mal Zeit und das passende Wetter zum Rumprobieren. 🙂

Ohne ND-Filter - zu hellOhne ND-Filter - zu dunkel

7. Sonnenbrille absetzen! Kein Scheiß, ich habe mindestens einmal einfach vergessen, dass ich eine Sonnenbrille aufhabe … Das Ergbnis?! Die Bilder sind halt alle etwas überbelichtet . ^^ Also zum Fotografieren: Sonnenbrille abnehmen!

Neuseeland Tongariro Alpine Crossing Sonnenbrille auf überbelichtetes FotoFranzi mit Sonnenbrille

8. Nicht nur leere Landschaften fotografieren. Mir ist später beim Durchgucken aller Bilder aufgefallen, dass viele Bilder ohne Menschen (oder etwas anderes) im Vordergrund etwas leer und unvollständig wirken. Den bleibensten Eindruck hinterlassen oft die Bilder mit Mensch(en) drauf. Also ruhig auch mal den PartnerIn oder ein paar Freunde/ Fremde mitfotografieren. 😉 … Und wenn ihr fotografiert werdet, dann setzt doch auch mal euer unglaublich praktisches, aber doch etwas nach Oma-Kopftuch-aussehende Buff ab. 😛

Mt Cook, Mt Tasman, Tasman Gletscher leer, ohne Mensch Mt Cook, Mt Tasman, Tasman Gletscher mit Franzi

Jaja, ich weiß, die meisten (Hobby-)Fotografen werden die Hände über dem Kopf zusammen schlagen und denken „das sind ja schreckliche Anfängerfehler“, aber ich war/bin nun mal Anfänger mit dem Umgang der Systemkamera gewesen und ich weigere mich zu glauben, dass es nur mir so ergangen ist. Ich hoffe irgendjemand lernt ohne versaute Bilder, durch meinen ehrlichen Beitrag. ^^ Ich sage es euch, die unglaubliche Landschaft Neuseelands kann einen manchmal ganz schön ablenken! Und nicht umsonst brauchen Profis Jahre um solche zu werden – Übung und so … Nun ja, ich freue mich, wenn ihr meine Liste in den Kommentaren ergänzt. Was sind eure peinlichsten Fotopannen? Wie kann man Fehler verhindern? Ich freue mich auf eure Kommentare, liebe Grüße Franzi

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6 Gedanken zu “Fotopannen in Neuseeland – aus meinen Fehlern lernen

  1. Deine Fehler finde ich überhaupt nicht peinlich und bin mir sicher, sie passieren hin und wieder auch Profi-Fotografen! Ich selbst bin überhaupt kein „Techniker“ und fotografiere am liebsten Details, konzentriere mich zu sehr auf Aufbau und Inhalt, sodass ich oft genervt an den Einstellungen rumdrehen muss, bis es mal passt. Und im Zweifel wechsle ich dann lieber nicht von Nahaufnahme zu Landschaft, weil das Einstellen jedes Mal so eine Fummelei ist^^…

    Der ärgerlichste Fehler ist aber echt, ohne Karte oder ohne Akku los zu ziehen. Das ist mir schon mindestens einmal auf einer längeren Tour passiert. Dann schleppst du Kamera und Objektiv mit dir in toller Umgebung herum und kannst kein einziges Bild machen.

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  2. Hallo Franziska, schöne Grüße aus München. Wir hatten uns am Aussichtspunkt der Dawson Falls am Mt. Taranaki getroffen, lange ist es her, vielleicht erinnerst du dich 🙂
    Danke für den Blog, wir waren ja schon im Februar 2016 wieder in Deutschland und konnten durch Lesen eures Blogs noch ein wenig NZ nachhängen… und witzigerweise wart Ihr oft an den gleichen Spots oder habt sogar mit dem gleichen Anbieter den Rundflug gemacht 🙂

    Zu Punkt 6 deiner obigen Aufzählung kann ich auch noch ein klein wenig Halbwissen beitragen, ohne totaler Fotoprofi zu sein:
    Meines Erachtens dürfe ein einfacher ND-Filter für das Problem, dass die Unterschiede zwischen Hell und Dunkel zu groß sind, nicht helfen. Denn ein einfacher ND-Filter dunkelt ja das gesamte Bild ab, er ändert also nix an den Helligkeitsunterschieden innerhalb des Bildes. Aber er ist super, für Langzeitbelichtung von Wasserfällen mit Stativ, oder von Seen oder von Wolken, …

    Für die Helligkeitsverteilung innerhalb des Bildes (engl. „dynamic range“) kann bestenfalls ein ND-Verlaufsfilter helfen, welcher den oberen Teil (hellen Himmel) abdunkelt, aber nicht den unteren Teil (Vordergrund, Boden). Dadurch wird dann der Helligkeitsumfang reduziert. Problem dabei ist, dass der Verlauf auf dem Filterglas zum Motiv passen muss. Ein solcher Filter passt beispielsweise nicht zu den von Dir oben eingestellten Bildern von hellten Steinen in einer Dunklen Flussszene, da dort kein Helligkeitsverlauf von oben nach unten vorliegt.

    Hier könnten deshalb nach meiner Kenntnis nur zwei Aspekte helfen:
    1. Falls die Fotos auch als RAW aufgenommen worden sind, eine RAW-Foto-Entwicklung unter Anpassung der Helligkeit von besonders dunklen Bildabschnitten (Schatten) und besonders hellen Bildabschnitten (Spitzlichtern), denn in der RAW Datei ist meist erheblich mehr Helligkeitsumfang enthalten, als in eine JPEG Datei passt. RAW Enwicklung ist ein großes Kapitel, daher hier keine vertieften Infos, bei Interesse halt googlen.
    2. Für die Zukunft bliebe noch die Option, solche Szenen mittels HDR zu fotografieren. HDR steht für high dynamic range, also einen besonders großen Helligkeitsumfang und bedeutet, dass vom Stativ das identische Motiv mehrfach fotografiert wird, aber mit unterschiedlichen Belichtungen. So wird z.B. einmal normal belichtet, einmal überbelichtet, um die dunklen Bildstellen optimal zu erwischen und einmal unterbelichtet, um die hellen Bildstellen optimal zu erwischen. Die drei Aufnahmen werden dann in der Kamera (wenn sie es kann), sonst am Computer mittels HDR-Software zusammen gesetzt zu einem Bild, was dann alle Bereiche optimal belichtet hat. Auch hier muss ich dich für Details an Google verweisen.

    Trotz aller von Dir genannten Nicklichkeiten sind aber wie ich finde viele schöne Bilder gelungen, Danke fürs Zeiten.

    Beste Grüße
    Sebastian

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    1. Hallo Sebastian, vielen Dank für deinen Kommentar und das Kompliment! 🙂 Jap, ich erinnere mich an dich. Und es ist kein Zufall, dass wir mit wildernesswings geflogen sind. Ich habe die Bilder auf eurem Blog gesehen und war so begeistert, dass ich auch den Flug machen wollte. 🙂 Und das war wirklich klasse. ❤ Danke für den Tipp!!!
      Und danke für deine Infos zu Punkt 6. In der Tat habe ich die Funktionsweise wohl noch nicht ganz kapiert. Das Bild ist kein gutes Beispiel. Bin gespannt auf den Kurs. ^^
      Ich habe ein paar mal mit dem HDR-Modus meiner Kamera fotografiert, war aber nicht so überzeugt von dem Ergebnis. Vielleicht wäre es besser mit der "manuellen" Zusammenführung am PC.
      RAW fotografiert habe ich nie, werde ich in Zukunft aber häufiger versuchen. Da ist ja in der Nachbearbeitung mehr möglich. Allerdings muss ich mich da auch mehr mit beschäftigen. Nun ja, lit jedem Bild und Hinweis lerne ich dazu. 🙂 Ich hoffe euch geht es gut! LG Franzi

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  3. Danke für die Tipps, die nehme ich sehr gerne an!<3
    Hast du damals den Sternenhimmel auch so genossen wie ich? Und fandest du es auch so beeindrucken, freue mich über deine Meinung auf meinem neune Blogpost.
    küsse aus Neuseeland, Laura

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