Top 10 Erlebnisse in Neuseeland – Südinsel

Hier kommt nun, wie angekündigt, Teil zwei meiner Mini-Serie mit den Top 10 Erlebnissen in Neuseeland. Dieses Mal geht es auf die Südinsel. Und ganz ehrlich: ich habe mich deutlich schwerer getan, als bei der Nordinsel!

Und das nicht etwa, weil ich finde, dass die Südinsel sooo viel schöner ist, als die Nordinsel. Das habe ich von vielen anderen Reisenden gehört und meistens widersprochen. Ich finde beide Inseln haben ihren besonderen Reiz und ihre ungewöhnlichen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen. Nein, bei der Südinsel ist es mir ehrlich gesagt schwer gefallen, Erlebnisse zu finden und nicht nur Orte an denen man gewesen sein muss. Es gibt so viele wunderschöne Berge, Seen und Strände, die muss man bestimmt nicht alle gesehen haben, aber was sollte man gemacht haben?! Ich habe mich also an meine liebsten Momente erinnert und versucht sie zusammen zu fassen. 😉

Was mir im Nachhinein auch aufgefallen ist: zur Südinsel sind mir mehr Erlebnisse eingefallen, die Geld kosten – wir haben dort deutlich mehr Geld für Aktionen ausgegeben. Insgesamt solltet ihr dafür 500 – 1000 Dollar in euer Budget einplanen. Versprochen: es lohnt sich!

Wieder habe ich versucht die Liste von Norden nach Süden zu ordnen. Da man viele Dinge aber an mehreren Orten machen kann, war das nicht ganz so eindeutig. – Wenn ihr Fragen zu den Punkten/Orten habt – einfach fragen!

  • Kajak fahren im Abel Tasman Nationalpark. Wunderschöne gold-gelbe Sandstrände und türkisfarbenes Wasser – die Strände hier sind ein Traum und am besten mit dem Kajak zu erkunden. Wenn ihr Glück habt, tummeln sich Robben und sogar kleine Pinguine im Wasser.

Kajak fahren im Abel Tasman NationalparkAbel Tasman Nationalpark

  • In Kaikoura Baby-Robben beim Planschen zugucken. Beim Ohau Wasserfall planschen die lieben Kleinen von März bis Juli im Bach und unter dem besagten Wasserfall. Zucker! Wer nicht zu dieser Zeit da ist, wird trotzdem nicht enttäuscht sein. Rund um Kaikoura gibt es zahlreiche Robbenkolonien, einige direkt an der Straße. Da seht ihr bestimmt Robben spielen und auf den Felsen chillen. Update: Nach dem Erdbeben wird daraus erst mal nichts mehr. Robben gibt’s auch in Westport oder den Catlins.

Ohau Robben Seals NeuseelandSeal pup Robben-Baby Neuseeland

  • Mit Robben oder Delfinen schwimmen – den Tieren in ihrer natürlichen Umgebung nah zu kommen war für uns ein tolles Erlebnis. Jonas hatte mega mega viel Glück und konnte in einer Bucht an der Westküste kostenlos mit seltenen Hector-Delfinen schwimmen. Sie sind sehr nah ans Ufer gekommen und er ist kurz entschlossen auch rein gegangen. Ein weiterer empfehlenswerter Ort zum kostengünstigen Delfinschwimmen ist die Curiobay. Dort könnt ihr euch auch Neoprenanzug und Surfbrett leihen. 😉 Wichtig: den Tieren nicht zu nahe kommen und sie nicht stören. Wenn sie von sich aus näher kommen, dann ist es toll, wenn sie weg schwimmen – nicht hinterher! In Kaikoura, den Marlborough Sounds und Akaroa Harbour könnt ihr kostenpflichtige „Schwimmen-mit-Delfinen-Touren“ buchen. Ich habe gehört, dass die Delfine rund um Kaikoura im (neuseeländischen!) Herbst und Winter sehr zahlreich sind und Pods hunderte, tausende Tiere haben können. Ich war in Kaikoura mit Robben schwimmen. Die Tour kostet 110 Dollar und es war ein einmaliges Erlebnis den Tieren in ihrem Element zu begegnen. Sie sind neugierig, elegant und blitzschnell.

Hector-Delfin NeuseelandJonas schwimmt mit Hector-Delfinen

  • Eine mehrtägige Wanderung machen, in einer neuseeländischen Hut übernachten und am Morgen den Sonnenaufgang genießen. Es muss auch nicht unbedingt eine ganze Woche sein oder ein Great Walk, aber in keinem anderen Land der Welt ist das Netz an Wanderwegen und Hütten so gut ausgebaut wie in Neuseeland. Für 5 – 15 Dollar pro Person könnt ihr in den meisten Hütten übernachten und ein Abenteuer, interessante Gespräche mit anderen Trampern und ein tolles Gefühl nach der Tour gibt es (meistens) gratis dazu. 😉

Mt Arthur Huthut_neuseeland_sonnenaufgang

  • In Wanaka ein fettes Eis holen (von Patagonia) und am Lake Wanaka entlang spazieren. Okay, das Eis gäbe es auch in Queenstown oder Arrowtown, aber Wanaka finde ich viel schöner, weil es (noch) etwas kleiner und ruhiger ist, als das völlig überlaufene Queenstown. Die Bänke und Tische am Seeufer eignen sich auch prima für ein Picknick.

Patagonia Eis in WanakaLake Wanaka

  • An Lake Pukaki über das blaue Wasser und die Berge (Mt Cook!) staunen und nachts den Sternenhimmel bewundern. Wenn ihr Glück habt mit dem Wetter, dann könnt ihr hier perfekte Postkarten-Fotos machen und prima entspannen. 😉

Lake Pukaki und Mt. CookSternenhimmel Neuseeland

  • Pinguine in freier Wildbahn beobachten. Der beste Ort um kostenlos Pinguine zu sehen ist meiner Meinung nach Katiki Point, ganz in der Nähe der Moeraki Boulder. So nah sind wir den Tieren sonst nirgends gekommen. Trotzdem möchte ich euch an dieser Stelle einen Besuch der Otago Halbinsel hinter Dunedin nahelegen. Wenn ihr so viel Glück habt wie wir, könnt ihr an einem Strand Pinguine, Seelöwen und Seerobben sehen. Ganz „am Ende“ der Halbinsel könnt ihr sogar Albatrosse beobachten. Außerdem ist es dort landschaftlich wunderschön und nicht übermäßig voll. Für die volle Wildlife-Erfahrung müsste ihr also IMO gar nicht runter in die Catlins.

Gelbaugen-Pinguin in NeuseelandSandfly Bay Otago Peninsula

  • Eine Bootstour machen. Ja, ich weiß, das ist schon etwas sehr allgemein, schließlich gibt es sehr viele Orte, an denen man das auf der Südinsel machen kann. Zum Beispiel: Milford Sound, Doubtful Sound, in Kaikoura um Wale zu beobachten, in Akaroa um Delfine und Pinguine zu sehen oder im Abel Tasman Nationalpark. Und dazu kommen noch mal jede Menge Möglichkeiten für Jetboat-Touren, gerade in Queenstown und Glenorchy. Überlegt euch, was euch wichtig ist (Action, Natur, Tiere sehen?!) und entscheidet euch dann für ein, zwei Touren.

Bootstour Milford Soundkaikoura_wale_beobachten

  • Neuseeland von oben sehen. Auch hier sind, ähnlich wie bei der Bootstour, der Phantasie (und dem Budget) keine Grenzen gesetzt. Wir haben uns für einen Cessna-Flug über die Südalpen und die Gletscher Franz Josef und Fox entschieden. Es gibt aber auch Helikopterflüge zu den Gletschern mit einer Landung auf dem ewigen Eis, Flüge zu entlegenen Drehorten von „Herr der Ringe“ und dem Hobbit (dafür könnt ihr auf dem Blog von Luisa und Hannes vorbei gucken, ich glaube die beiden waren wirklich an jedem (zugänglichen) Drehort) und wer mehr Action mag kommt beim Sky-Dive, zum Beispiel rund um Queenstown oder Paragliding (ein Freund hat das in der Nähe des Abel Tasman Nationalpark gemacht) auf seine Kosten. Oh, oder wie wäre es mit einem Ballonflug?! Auf jeden Fall ist es toll die Seen, Flüsse, Berge und weite Landschaften von oben zu sehen. ❤ (Anmerkung von Jonas: Man könnte auch auf einen hohen Berg gehen und von oben runter gucken, das wäre dann kostenlos.)

Neuseeland von oben Scenic Flight über die SüdalpenNeuseeland von oben Scenic Flight über die Westküste

  • Einen Roadtrip machen – der Weg ist das Ziel! Die Südinsel ist einsamer als die Nordinsel und es gibt viele tolle Straßen, bei denen allein die Autofahrt ein Erlebnis für sich ist. Empfehlen kann ich zum Beispiel den Haast Pass – hier lohnt es sich immer wieder anzuhalten für Fotos, kurze Spaziergänge zu Wasserfällen oder zu den Blue-Pools. Ein Erlebnis für sich ist auch die Fahrt nach Glenorchy und noch weiter ins „Paradise“. Ebenfalls wunderschön: Arthur’s Pass, die Fahrt zum Milford Sound oder Mt Cook Village. Für diese Fahrten solltet ihr auch unbedingt Zeit einplanen. Viele Straßen sind eng, nur zweispurig, nicht immer geteert und oft mehr bergauf- und ab, als man denkt. Zu schnelles Tempo und Müdigkeit am Steuer sind Auslöser für schlimme Unfälle, also seid lieber etwas langsamer und dafür sicher! (Sollte sich hinter euch allerdings eine riesige Auto-Schlange bilden, dann lieber mal links ran fahren – den Verkehr aufhalten kostet in Neuseeland Strafe!)

Fahrt nach Glenorchy NeuseelandFahrt über eine Brück Haast Pass Neuseeland

Und auch hier lautet mein abschließender Tipp: nehmt euch Zeit zum Genießen und Spaß haben. ^^ Ich muss hier einfach noch Karamea und das Oparara Basin erwähnen – traumhaft schön ❤ – aber relativ abseits und daher bei zwei bis drei Wochen schwierig zu besuchen. Für den Trip dorthin (und zurück) muss man mindestens zwei Tage einplanen. Allgemein fällt mir jetzt auf, dass die Westküste etwas zu kurz kommt… Obwohl wir dort länger waren, wunderschönes Wetter hatten und viele tolle Dinge gesehen und erlebt haben… – Vielleicht will ich die unterbewusst vor zu vielen Besuchern schützen?! ^^
Was meint ihr zu der Liste? Was waren eure liebsten Aktivitäten in Neuseeland? Bis bald, liebe Grüße Franzi

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