In der Mitte von Canterbury – einfach schön

Wenn ich an unsere Zeit in der „Mitte von Caterbury“ zurück denke, dann denke ich an jede Menge Herbstsonne, viel Auto fahren, gratis Essen und einfach eine gute Zeit. Es gab für uns keine wirklichen Must-see-Attraktionen, daher haben wir uns einfach ein bisschen treiben lassen und geguckt was uns gefällt.

Zuerst sind wir einen Stück des „Arthurs Pass“ gefahren. Das ist eine sehr schöne Passstraße zwischen den ersten Bergen der Südalpen hindurch. Es geht bei dieser Strecke nicht um ein bestimmtes Ziel, sondern um den Weg. – Eine der wenigen Zugstrecken (für Passagiere) führt von Christchurch nach Greymouth und damit auch über Arthurs Pass. Eine der schönsten Zugstrecken der Welt. 😉

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Mit dem Van hatten wir allerdings den Vorteil, dass wir immer wieder aussteigen konnten um Fotos zu machen, den Moment zu genießen oder über ein paar Felsen zu klettern. „Castle Hill“ ist ein Paradies für Kletterer und Boulder-Fans. Ein paar Hügel mit super vielen Kalksteinfelsen – über die Jahre von Wind und Regen rund geschliffen. Ein großer Spielplatz für Kinder in jedem Alter. 😉

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Wir mussten da irgendwie ganz viel an Tobi und Thomas denken. Ihr hättet bestimmt noch mehr Spaß gehabt als wir. ^^ Falls euch das irgendwie seltsam bekannt vorkommt – war mal wieder ein Filmset. 😉 Wer errät von welchem Film?

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Einen weiteren Zwischenstopp eingelegt haben wir bei der „Stream Cave„. Da wir noch immer nicht ganz fit waren, sind wir nicht rein gegangen. Wie der Name schon sagt folgt man einem Bach durch das Gestein. Das bedeutet also fast dauerhaft im kalten Wasser zu laufen… naaa da wollten wir keine schlimmere Grippe riskieren. Aber die Landschaft war ganz nett… Wenn ihr da seid und fit und etwas abenteuerlustig: auf jeden Fall rein gehen!

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Es wurde bereits langsam Abend, daher haben wir beschlossen bei der nächsten Übernachtungsort anzuhalten. Das war bei diesem wunderbaren See.

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Noch schöner als eine ruhige entspannte Nacht war der Sonnenaufgang am nächsten Tag. In jede Richtung in die ich geblickt habe: Wow.

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Nach so einem vielversprechenden Start sind wir weiter gefahren in Richtung „Arthur’s Pass Village“. Immer wieder sind wir der Strecke des Zugs, des TranzAlpine ganz nah gekommen. ❤ Wunderschön!

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Aber wie das oft so ist mit den Bergen – da hängen die Wolken, da hängt der Regen. Je näher wir gekommen sind um so dunkler wurde es. Im „Ort“ hat es leicht genieselt und wir hatten gar nicht so große Lust aus dem Auto auszusteigen. ^^ Zu einer kleinen Wanderung konnten wir uns dann aber doch irgendwie aufraffen – wir mussten ja einen Track im Nationalpark „Arthurs Pass“ machen. 😛 Es ging durch wunderbaren Buchenwald zum „Punchbowl“ Wasserfall.

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Ja, die beiden sind doch etwas blass im Gesicht. Schnell zurück ins Auto und wieder zurück fahren wo es warm ist und die Sonne scheint. ^^

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Besser! ^^ Eigentlich wollten wir am nächsten Tag nach Christchurch fahren, aber ein paar Radler haben uns die Banks Halbinsel hinter Christchurch empfohlen und das Wetter war prächtig – also erst mal drum herum fahren und noch ein bisschen die Stadt meiden. Da sind wir inzwischen ganz unsicher und schnell gestresst… Outdoorfreaks. ^^ Die Banks Halbinsel war (auch) mal ein Vulkan. Es gibt eine kleine Rundtour um die Halbinsel zu erkunden. Wir sind zuerst „runter“ gefahren.

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Und haben nach einem kleinen Spaziergang und Mittagessen das nette Örtchen Akaroa erkundet. Hier wohnen seit je her viele französische Siedler und die Stadt hat dadurch schon einen netten Charakter mit Cafés an der Hafenpromenade, hübschen Gärten und alten Cottages. Wir haben uns ein Eis gegönnt und sind ein wenig herum spaziert.

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Von hier aus kann man auch Bootstouren machen, auf denen man gute Chancen hat Hector-Delfine, Pinguine und Robben zu sehen. Da wir das alles schon lääängst gesehen haben – kein Boot fahren für uns. Dafür ging es hoch auf den ehemaligen Kraterrand. Von oben hatten wir einen prima Blick auf Akaroa und die Halbinsel.

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Wir haben uns total gewundert wie heiß es auf einmal wieder war und wie trocken alles ist. Hat alles gut zu unserer Genesung beigetragen. ^^ – Nun, dann ging es doch rein nach Christchurch. Das erste was den meisten wohl dazu einfällt ist: Erdbeben. 2011 wurde die Stadt von einem Erdbeben sehr nah an der Erdoberfläche erschüttert und sehr stark zerstört. Und ja, auch 2016 sind davon noch längst nicht alle Spuren beseitigt. Gerade die Innenstadt wurde hart getroffen und fast alle historischen Gebäude wurden stark beschädigt. Die Innenstadt ist heute super flach und hauptsächlich Baustelle. Trotzdem haben wir bei unserem Stadtbummel ein paar nette Ecken entdeckt. Besonders der „Botanische Garten“ ist sehr schön! Außerdem haben wir zwei spannende Museen besucht, das „Airforce Museum“ und das „Canterbury Museum“ – beide wirklich sehenswert und kostenlos!

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In der Region Christchurch gibt es ständig kleinere Erdbeben. Verständlicherweise sind viele Menschen weggezogen, traumatisiert, aber einige sind auch geblieben und bauen ihre Stadt wieder auf. Ich würde gern in ein paar Jahren wieder kommen um zu sehen was aus den ganzen Baustellen geworden ist. Eines unserer Highlights in Christchurch war der Campingplatz. ^^ Wir haben ein Schnäppchen gemacht und für 30 Dollar das erste Mal auf einem „Top-10 Holiday Park“ übernachtet. Umgeben von riesigen Campern… die am nächsten Morgen abgegeben werden müssen, weil ihre Mieter zurück nach Hause fliegen. Was das bedeutet?! Na „Free Food“ natürlich. ^^ Wir waren wirklich fast die einzigen die noch weiter gereist sind und haben daher alle möglichen Reste abgestaubt. Unter anderem so fancy Zeug wie mehrere Salz- und Pfeffermühlen, Olivenöl, Sprite und Bier. Yay, die nächsten Tage gab es nur Festmahle. ^^ Wie passend, den Ostern stand vor der Tür. Das Oster-Wochenende wollten wir in Kaikoura verbringen. Deshalb sind wir langsam weiter an der Küste entlang Richtung Norden gefahren. Dabei haben wir zwei nette Zwischenstopps eingelegt. Zuerst haben wir uns Maori Rock Art bei Waikari Village angeguckt.

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Die schwarzen und roten Zeichnungen wurden später nachgemalt um die Zeichnungen zu erhalten. Die hellen Bilder im Hintergrund sind das Original und etwa 500 Jahre alt! Vermutlich reisten die Maori hier entlang um von den reichen Fischgründen der Ostküste zu den Jade-Stränden der Westküste zu gelangen. Unter den natürlichen Kalksteinüberhängen fanden sie Schutz und eine Leindwand für ihre Geschichten. Die Zeichnungen sind eine der ältesten menschgemachten Dinge die man sich in Neuseeland angucken kann – beeindruckend!

Ein kurzer Stopp lohnt sich auch beim „Cathedral Gully„. Es ist ein kurzer und netter Lookout:

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Das war morgens früh, denn wir wollten zeitig in Kaikoura sein. Wofür?! Um Wale zu sehen! Ob’s geklappt hat und was wir noch an unserem bisher teuersten Wochenende gemacht haben – beim nächsten Mal. 😉 Könntet ihr euch vorstellen nach so einem schrecklichen Erdbeben (- die sich gerade furchtbar häufen… 😦 ) in der Stadt wohnen zu bleiben oder wolltet ihr nur weg? Liebe Grüße und bis bald, Franzi ❤

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