Kleine Abenteuer an den Nelson Lakes

Nichts geht über Kontakte! Wir durften ein paar wunderbare Tage an den Nelson Lakes verbringen – bei Freunden unserer neuseeländischen Zwischenmieter. Weil Jason wusste das wir „good people“ sind durften wir kostenlos in ihrem kleinen Ferienhäuschen übernachten, ihre Kajaks nutzen und haben am Ende sogar den Geburtstag ihrer Tochter mitgefeiert. 😉 Danke!

nelson_lakes_01So wurden wir an den „Nelson Lakes“ empfangen. „Nelson Lakes“ ist ein weiterer National Park. Auf dem Foto oben ist der größere der beiden Seen zu sehen, „Lake Rotoiti„. Die Landschaft wurde durch Gletscher geformt. Nach einem kurzen Spaziergang am See waren die Wolken weg und wir konnten einen Blick auf die ganze Schönheit dieser besonderen Landschaft werfen:

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Anschließend sind wir zu unserer neuen „Gastfamilie“ gefahren und haben unser Heim für die nächsten paar Tage bezogen. Das Häuschen war sehr gemütlich… und etwas abenteuerlich. ^^ Die Toilette war ein „Thron“ draußen – ohne Dach oder Wände und für eine warme Dusche mussten wir ein bis zwei Stunden den Ofen heizen – was für den begeisterten „Feuermacher“ Jonas natürlich kein Problem war. 😉

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Die Familie hat ein paar Hühner und einen wunderschönen Garten. Wir haben super frische Eier (–> Yeah, dann gibt’s Pancakes) und leckere Erdbeeren bekommen. Yummi! Wir haben uns wirklich super wohl gefühlt und die Gemeinschaft mit der Familie und ihre lustigen Geschichten sehr genossen. 🙂 Thank You! ❤

Mt Robert Loop

Am zweiten Tag haben wir eine sehr schöne Wanderung gemacht auf den Mt Robert. Der Weg ist in manchen Teilen sehr steil, aber es lohnt sich, denn von oben hatten wir tolle Aussichten…

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… und ich habe Pfirsiche eingekocht und Cupcakes gebacken – die süße Sierra ist am nächsten Tag sieben geworden und hat sich Cupcakes gewünscht. Ha, da war ich natürlich ganz in meinem Element und habe diese Gelegenheit gern genutzt. 🙂

Sierra hat uns dann auch ganz offiziell zu ihrem Geburtstag eingeladen. Cute! Dieses Mädchen ist wirklich besonders – zu ihrem Geburtstag hat sie sich nicht nur Cupcakes gewünscht sondern wollte gern zum Rodeo gehen… wir sind also auch hin gefahren und haben einen halben Tag in einem „ganz anderen Neuseeland erlebt“.

Rodeo in Richmond

Um es kurz zu machen: Rodeo war eine Erfahrung, ich werde vermutlich nie wieder hin gehen. Wir saßen in der prallen Sonne und haben uns angeguckt wie beim „Barrel Race“ (- nein, niemand einem Fass hinterher gerannt ist, wie ich zuerst vermutet habe ^^) Frauen auf ihren Pferden blitzschnell um Fässer galoppiert sind, Männer und Frauen versucht haben Kälber mit dem Lasso einzufangen (hier haben meistens die Kühe gewonnen) und Männer auf bockenden Pferden und Stieren „geritten“ sind.

rodeo_01 rodeo_02 rodeo_03Jap, echte Cowboys. Und ja, noch immer gibt es in Neuseeland viele viele Farmer und vielleicht sind einige Techniken früher sehr nützlich gewesen… ABER die Stiere und Pferde werden mit Gewalt zum Buckeln gebracht und das ganze ist gefährlich für Mensch und Tier. Vor unseren Augen hat sich ein Stier sein Bein gebrochen – sein Schicksal steht damit fest: Kopfschuss, aber davor: Schmerzen! Natürlich ist es schwierig sich darüber zu beschweren wenn man selbst Fleisch isst – in der Massentierhaltung geht es den Tieren auch nicht besser… Aber das führt jetzt zu weit. Wir haben uns das Spektakel nicht bis zum Ende angeguckt. Die richtig großen Bullen haben wir verpasst – wir hatten dann irgendwann genug. Es war interessant zu sehen wie viele Leute „hinter den Kulissen“ mitmachen und nötig sind für die Organisation (siehe das dritte Bild). Und natürlich war es irgendwie spannend zu beobachten – am beeindruckensten fand ich die Reiter die die Teilnehmer nach dem Ritt auf dem buckelnden Stier oder Pferd versucht haben einzusammeln, vor den Tieren zu schützen und die Schlingen (die die „wilden Biester“ wild machen) zu lösen. Ihre Pferde haben ihnen zu 100% gehorcht und Mensch und Tier waren ein tolles Team.

Nach dem Rodeo gab es endlich Cupcakes… und Sushi! Ah, welches Kind wünscht sich zu seinem 7. Geburtstag Sushi?! Sie ist soooo cool. ^^ (Okay, das Sushi war mit Hühnchen aber trotzdem super lecker. 😉 )

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geburtstag_sierra_02Sie hat so coole Geschenke bekommen – ein Glitzerkleid, eine echte Perlenkette, ihren ersten Nagellack und Tramping-Stöcke! Ich will auch noch mal sieben werden (und ein neuseeländisches Kind sein). ^^

Kajak fahren auf Lake Rotoiti

Am nächsten Tag haben wir uns zwei Kajaks geschnappt und sind zum See gefahren um eine Runde zu paddeln. – Das war etwas schwieriger als wir es uns vorgestellt haben…

nelson_lakes_kajak_01Ich habe zuerst das kleine Kajak genommen. Es ist eigentlich ein Kajak für den Fluss und kann super schnell sein, wenn man es richtig kontrollieren kann. Als Anfänger wie ich… dreht man sich häufiger mal im Kreis, macht sich sehr schnell nass und trägt damit zur Belustigung der Leute am Steg bei. ^^ Nach wenigen Metern habe ich mit Jonas getauscht. Er hat das kleine Biest nach etwas Üben besser unter Kontrolle gehabt und wir konnten etwas in Ufernähe entlang paddeln. Super schön! 🙂

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Wir haben uns ein kleines Picknick mitgenommen und an einem kleinen Steinstrand Lunch gemacht.

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Ihr wundert euch vielleicht über die sexy Kombination Socken in Sandalen?! Die ist leider nötig als Schutzmaßnahme gegen die zahlreichen Sandflies am See. Sandflies sind miese kleine Mücken deren Stiche sehr stark jucken – und das zum Teil wochenlang… wenn man sich nicht mit dem Kratzen beherrschen kann… so wie ich… 😛

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Wir haben uns in diesem National Park nicht an eine mehrtägige Wanderung gewagt, aber wir hatten eine super Zeit dank dieser wunderbaren und großzügigen Familie – zum Abschied haben sie uns einen Karton mit frischem Gemüse, Kräutern, Eiern und Marmelade geschenkt, weil es auf unserem Weg an die Westküste „nicht so viel frische Sachen gibt“. ❤ Danke!!! Der Abschied ist uns nicht leicht gefallen und wir werden auf dem Rückweg noch mal vorbei fahren und wer weiß, vielleicht kommt Sierra uns tatsächlich eines Tages in Deutschland besuchen. Wir würden uns freuen auch Gastfreundschaft zeigen zu können. 😉

Unser nächstes Ziel war also die Westküste und dort haben wir schon wieder soooo viel gesehen und erlebt – bis zum nächsten Mal, liebe Grüße Franzi ❤

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