Auszeit in Mangawhai Heads

Viele Neuseeländer haben ein Ferienhaus (am Meer), eine sogenannte „Bach“ (sprich „Bätsch“). Die Bach von Paul und Phillippa ist in Mangawhai Heads – dort durften wir eine wunderbare Woche verbringen. 🙂

Mangawhai Heads

Das „Häuschen“ ist deutlich größer als wir erwartet hatten, eigentlich eine kleine Villa mit Meerblick und in Laufnähe zum Strand. ❤ Und dort konnten wir einfach so umsonst wohnen. Wow!

Strand Beach MangawhaiIrgendwie hat uns dieser Luxus ein bisschen faul gemacht… naja nicht nur das schöne Haus, sondern auch die Tatsache, dass das Wetter am Anfang nicht so gut war und wir nicht so richtig Lust auf Abenteuer hatten… vielleicht auch ein bisschen Heimweh, wer weiß… Auf jeden Fall war die Woche in Mangawhai relativ ruhig.

Frühstück auf der Terasse mit MeerblickEin bisschen ausgebremst hat uns bestimmt auch der Zwischenfall mit der Waschmaschine… Wir wollten die Waschmaschine im Haus nutzen, sie sieht super neu aus und ist sogar ein Frontloader (sonst haben alle nur Toploader, deren Waschleistung mich nicht so überzeugt…). Ich freue mich also total und packe unsere Sachen in die Maschine und stelle sie an. Nach einer halben Stunde gucke ich vorbei und sehe die Maschine ist abgelaufen – das kann eigentlich gar nicht sein… Und tatsächlich ist nur der untere Teil der Wäsche nass und der Rest ist trocken – da wurde nichts gewaschen! Jonas und ich ziehen also die Maschine raus und gucken ob vielleicht noch eine Transportsicherung drin ist (so neu sah sie aus!). Wir können nichts erkennen uns starten das Selbstreinigungsprogramm… die Trommel dreht sich nicht… und beim Abpumpen passiert es dann: alles Wasser läuft in die Waschküche! 😮 Panik! Wir schnappen uns Handtücher und Bettwäsche die rum liegt und trocknen alles auf. Beim Vorziehen ist wohl der Schlauch abgerutscht! Ihr könnt euch sicher gut vorstellen wie geschockt wir waren. Ein wunderschönes großes Haus und wir fangen erst mal an es unter Wasser zu setzen. 😮 Aber mit einem Fön haben wir alles wieder trocken bekommen. Dossie, die Tochter der beiden Hausbesitzer, sie wohnt in der Nähe, kam kurz vorbei und meinte sie hätte es wahrscheinlich gar nicht gesagt oder vergessen zu sagen, weil alles wieder so normal aussieht. ^^ Puh! Nun ja, diese Aufregung waren wir echt nicht mehr gewohnt… mit den Waschmaschinen habe ich es hier echt nicht so. ^^ Wir haben unsere Wäsche und die nassen Handtücher und Bettbezüge dann bei Dossie waschen können. ❤ Bei strahlendem Sonnenschein war alles schnell trocken. 🙂

Neben dem Abenteuer Wäsche waschen haben wir auch ein paar kleinere Ausflüge unternommen. 😉 Unsere Highlights in Mangawhai:

Mangawhai Cliff Top Walk

Mangawhai Cliff Top WalkEine weitere super schöne kurze Wanderung. Einen Teil der Strecke geht man unten am Strand entlang – nur bei Low-tide möglich – und den zweiten Teil oben auf den Klippen entlang am Meer. ❤

Mangawhai Cliff Top Walk Mangawhai Cliff Top WalkWir sind zuerst unten rum gelaufen, weil die Flut kam. Das Wetter war nicht ganz so toll, ab und zu hat es angefangen zu regnen… Auf dem Weg haben wir cooles Strandgut gefunden: einen grauen Schal für mich (den ich gerade super gebrauchen kann, da ich mit Halsweh kämpfe) und ein Filetiermesser für Jonas (das er super gebrauchen kann, weil er ein toller Angler ist ;))! 🙂

Jonas zieht sein Messer aus dem Stein.

Wir haben es gerade noch rechtzeitig zum Aufgang auf die Klippen geschafft. Für das letzte Stück durch einen Steinbogen mussten wir bereits bis über die Knie ins Wasser – später hätten wir wohl nicht mehr durchgehen können… Puh!

Mangawhai Cliff Top WalkZum Glück kam dann endlich die Sonne richtig raus und wir waren schnell wieder trocken und konnten von oben die Aussichten genießen. ❤

Mangawhai Cliff Top Walk

Tanekaha Falls Track

Tanekaha Falls Track

Ich liebe den neuseeländischen Busch! ❤ Er ist einfach so anders als ein deutscher Wald – den ich auch sehr gern mag – etwas wilder, exotischer und sehr abwechslungsreich. Kleine Wasserläufe, große moosbewachsene Felsen, viele verschiedene Farne, Palmen, Farnbäume, große Bäume auf denen kleine Farne und andere Baumkletterpflanzen wachsen – hach, davon habe ich bestimmt noch lange nicht genug. ❤

Tanekaha Falls TrackDas Highlight auf diesem kleinen Track war ein kleiner Wasserfall im Wald. Nice! 🙂

Tanekaha Falls Track Tanekaha Falls TrackMangawhai Farmers Market

Mangawhai Farmers MarketDer „Farmers Market“ findet jeden zweiten Sonntag im Monat in „the Village“ Mangawhai statt. Wir dachten uns „wie groß kann so ein Markt schon sein?!“ und wurden sehr positiv überrascht. Es gab viele tolle Stände mit Essen, Obst, Gemüse und Kunsthandwerk. Es war einfach nett drüber zu schlendern und sich alles anzugucken.

Mangawhai Farmers MarketZum Schluss mussten wir uns allerdings etwas beeilen, weil wir noch „Pipi“ – eine neuseelänische Muschelart(!) – sammeln wollten. Das geht nur mit einem kleinen Boot und bei Low-tide. Paul (über das Wochenende waren sie auch im Haus – kein Problem, es hatte immernoch jeder sein eigenes Badezimmer…) ist mit uns in seinem alten kleinen Boot raus gefahren zu einer perfekten Stelle – innerhalb von wenigen Minuten hatten wir genug gesammelt.

Pipi-SammelnAuf dem Weg haben wir sogar einen großen Stachelrochen gesehen – er ist ein bisschen neben dem Boot her geschwommen. Paul hat uns erzählt, dass manchmal sogar Wale und Delfine in das Hafenbecken schwimmen um dort die Stachelrochen zu fressen – so viel Glück hatten wir dieses Mal nicht. 😉 Aber der Rochen allein war schon sehr cool – ich habe davor noch nie einen in freier Wildbahn gesehen. Für ein Foto war er leider zu schnell weg…

Im Boot mit Jonas und Paul beim Pipi-Sammeln.Mittags bin ich sogar das erste Mal im Meer schwimmen gewesen! 🙂 Am Abend haben wir als kleines Dankeschön für Paul und Phillippa Flammkuchen gebacken. Wir haben auch eine „Cross-Country-Variante“ mit Speck und Muscheln probiert – super lecker. ❤ Neuseeland hat wirklich das beste Seafood der Welt!

Flammkuchen mit Pipi

Te Arai Point

Te Arai Point„Te Arai Point“ gehört eigentlich nicht mehr zu Northland, sondern wieder zum Distrikt Auckland. Damit haben wir dann also inoffiziell unsere Northland-Tour beendet. Dieser „Punkt“ ist ein kleines Naturschutzgebiet. Hauptsächlich gibt es einen kleinen Hügel mit ein paar Wanderwegen und dieser Hügel trennt zwei sehr lange weiße Sandstrände voneinander. ❤

Te Arai PointWir sind dort etwas über die Felsen am Strand entlang spaziert und haben ein kleines Picknick gemacht. 🙂 Woran wir gemerkt haben, dass wir wieder in Auckland sind?! Es gab Toiletten und Picknicktische am Strand. ^^

Te Arai PointGoat Island

Goat Island ist keine Insel. Also schon, aber wir waren nicht auf der Insel sondern in der Bucht vor der Insel. Als Paul uns beschrieben hat wie wir dort hin fahren müssen habe ich darauf gewartet das er sagt „… und dann nehmt ihr die Fähre nach Goat Island“. ^^ So viel also vorweg. 😉 Die Bucht ist ein Wasserschutzgebiet und super geeignet zum Schnorcheln und Tauchen. Wir waren dort an einem sehr sonnigen Sonntag und es war sehr viel los (also für unsere bisherigen Verhältnisse ^^).

Goat IslandWir haben daher nicht lange gezögert und sind direkt Schnorcheln gegangen – in Bikini und Badehose… Um uns herum hatten ALLE Neoprenanzüge an… Pussies! ^^ Joa, also es war schon ein bisschen kalt, aber nachdem wir den ersten Schock überwunden hatten, war es auszuhalten. Wir haben einige Fische gesehen, vor allem große Snapper. Ja, die Fische, die wir auch geangelt und gegessen haben. Ich hatte echt Schiss, dass sie wissen das ich ihre Freunde gegessen habe und sie mir dafür in die Zehen „snappen“. ^^ Haben sie aber nicht. Sie haben nur etwas nach dem Futter geschnappt, das wir ihnen illegaler Weise mitgenommen haben… so sieht man doch mehr. ^^

Goat Island

Goat Island war unsere letzte Station an der Ostküste. Anschließend sind wir wieder rüber gefahren an die Westküste. Dort haben wir wunderschöne Strände besucht, viele Vögel gesehen und sind einige Busch-Tracks gelaufen. Mehr davon im nächsten Blog-Beitrag. 😉 Bis bald, liebe Grüße Franzi

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3 Gedanken zu “Auszeit in Mangawhai Heads

  1. Wunderschön, wie du immer alles beschreibst. Und jeder Tag ist ein Erlebnis, auch wenn nicht mal nicht so viel passiert. Ich freue mich immer, wenn wieder ein neuer Beitrag in meinem Postfach aufploppt. Ganz liebe Grüße ans andere Ende der Welt!

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