Far North – Der hohe Norden Neuseelands

Wenn uns jemand gefragt hat, was unsere Pläne für die nächsten Tage sind, dann haben wir meistens geantwortet: „Driving North – weiter Richtung Norden fahren“. Das können wir jetzt nicht mehr sagen, denn wir waren ganz oben im Norden – Bucketlist 1/3 check. 😉

Von unserem wunderschönen Campingplatz in Rawene sind wir morgens mit der Fähre über den kleinen Fjord gefahren. Anschließend sind wir längere Zeit über Land gefahren. Viele Farmen, ein paar Bäume, Regen und Wind… Ein guter Tag um ein bisschen voran zu kommen und in der Bibliothek einen neuen Blogbeitrag zu schreiben. 😉 Im nächsten größeren Ort haben wir unsere Vorräte aufgefüllt und wollten noch über Nacht bleiben. Allerdings waren die Zeltplätze entweder teuer oder zu weit weg. Daher haben wir für 10 Dollar auf einer Kuhwiese neben der Bibliothek übernachtet… ^^ Ich hatte echt Schiss, weil wirklich Kühe auf der Weide waren, aber als wir ankamen waren sie weit weg und es stand noch ein weiterer Camper auf der Wiese – „wir sind nicht allein“! 😉 Ein großen Regenbogen, der sich über die ganze Wiese gespannt hat, haben wir dann auch als gutes Zeichen gewertet. 😉

regenbogen_kaitaiaAbends sind wir bei einer Tankstelle um die Ecke auf Toilette gegangen und haben uns die Zähne geputzt… Joa, für eine Nacht war es ok, aber ich muss es nicht öfter so einfach haben. ^^ Bisher waren wir sonst immer auf Campingplätzen.

Der nächste Tag war wieder deutlich schöner und wir konnten unseren ursprünglich geplanten Ausflug nach Ahipara machen – das ist unser Luxus, wenn das Wetter doof ist, können wir einen Tag abwarten. In Ahipara beginnt der 90-Mile-Beach. Dieser Strand zieht sich ab dort fast die komplette Westküste hoch. Trotzdem ist er eigentlich „nur“ 55 miles bzw. 88 km lang.

aussicht_ahiparaWir sind zu einem Aussichtspunkt gelaufen, von dem man sehr weit den Strand entlang gucken kann. Anschließend sind wir an der Shipwreck Bay entlang gelaufen.

shipwreckbayDie Buchten sind ein beliebter Surfspot. Als wir dort waren, waren auch einige Surfer unterwegs – es hat Spaß gemacht ihnen beim Surfen zuzugucken. Etwas ungewöhnlich für uns war, dass unser Weg am Strand entlang auch munter von Autos genutzt wurde. ^^

shipwreckbay_autoAuf unserem Weg zu einer sehr coolen Dünenlandschaft sind wir einer sehr entspannten Robbe begegnet, sie hat einfach am Strand gechillt und sich nicht von den Autos oder Fußgängern stören lassen. ❤

jonas_robbe

nahe_robbe franzi_robbeEs war wahnsinnig anstrengend auf die Dünen hoch zu laufen (in meinem Fall eher krabbeln), aber es hat sich wirklich gelohnt. Die Aussicht war der Hammer und die Dünenlandschaft wirklich faszinierend:

ahipara_dunes_01 ahipara_dunes_02 ahipara_dunes_03 ahipara_dunes_04 ahipara_dunes_05 ahipara_dunes_06Das war also der Beginn des 90-Mile-Beach. Am nächsten Tag sind wir dann in der Mitte – es gibt nur wenige Zufahrten zum Strand, schließlich ist der ganze Strand eine Straße – an den Strand gefahren. Weit und breit nur das Meer, Sand und der Himmel. WOW!

90_mile_beachWir hatten einen sonnigen Tag und Jonas hat uns ein kleines Shelter aus Strandgut gebaut. 😉

shelter_90_mile_beachIn den Dünen und im Wald konnten wir sogar Wildpferde beobachten. ❤

wildpferd_dünenAm gleichen Tag sind wir dann noch rüber gefahren an die Ostküste und waren am weißesten und weichsten Strand, den ich je gesehen habe. Rawawa Beach ist dafür berühmt. ❤

rawawa_beach_01 rawawa_beach_02 rawawa_beach_03Hier hatten wir auch endlich Erfolg beim Muschelsuchen und ich hatte ein paar Muscheln zum Abendessen – yummi!

muscheln

Auf unserem letzten Stück Richtung Norden zu Cape Reinga haben wir uns spontan entschieden eine längere Wanderung zu machen… Es war eine Rundwanderung, der „Twilight Te Werahi Beach Loop Track“.

twilight_loop_track twilight_loop_track_02Wir haben die Route sogar noch etwas verlängert und einen Abstecher zu „Cape Maria van Diemen“ gemacht, einer Art Halbinsel mit einem kleinen Leuchtturm drauf. Dort war es wirklich wunderschön, ich konnte mich gar nicht satt sehen.

maria_van_diemen cape_aussichtOben, neben dem Leuchtturm kann ich plötzlich schlechter sehen – für mich ein typisches Anzeichen einer beginnenden Migräne. Leider habe ich häufiger Migräne, aber ich hatte keine Tabletten dabei. Ich habe mich hingelegt, getrunken und etwas ausgeruht, aber es wurde nicht besser und wir waren wirklich am äußersten Ende des Tracks – weit weg von unserem Auto und anderen Menschen. Naja ganz so weit weg waren sie nicht, denn plötzlich haben wir zwei Menschen auf die Halbinsel gehen sehen. Wir sind ihnen entgegen gegangen und haben schließlich festgestellt: Wir kennen sie! Es war das Paar, das uns in Trounson die roten Lampen geliehen hat. Es gibt Zufälle, die gibt es gar nicht. ^^ Leider hatten sie keine Schmerztabletten dabei, aber wir haben uns gut unterhalten und die Erinnerung an die Kiwis hat mir gut getan. – Irgendwie haben wir es zurück zum Auto geschafft. Ich hatte das Gefühl mein Körper hat auf „Überlebensmodus“ geschaltet. Ich hatte Kopfschmerzen, mein Arm und mein halbes Gesicht waren taub, ich habe schlecht gehört, aber ich konnte noch den ganzen Weg laufen. Jonas hat sich super um mich gekümmert, aber er musste mich – Gott sei Dank – nicht tragen.

Nach diesem anstrengenden Erlebnis sind wir trotzdem noch etwas weiter gefahren zu Cape Reinga. Cape Reinga ist nicht ganz der nördlichste Punkt Neuseelands, aber es ist das touristische Nordcap. Das richtige Nordcap ist Naturschutzgebiet und darf nicht betreten werden.

Wir sind gegen Abend angekommen und die Stimmung war der Wahnsinn. Dort treffen Tasman Sea und der Pazifische Ozean aufeinander und es gibt Wellen mitten im Meer. Darüber waren Wolken, durch die bereits einzelne Sonnenstrahlen gebrochen sind.

cape_reinga_02Als wir unten beim Leuchtturm angekommen sind, kommt die Sonne noch mal raus und wärmt uns. ❤ Es war wirklich sehr sehr schön, einfach dort zu sitzen und die Sonne und die Aussicht zu genießen. Danke an Sonja, die Cape Reinga auf der Karte makiert hat. 😉

cape_reinga_01

cape_reinga_03 cape_reinga_04So gestärkt haben wir noch eine längere Autofahrt über eine „gravel road = nicht geteert“ zur Spirits Bay gemacht. Dort gibt es einen sehr schönen, großen und einfachen Campingplatz. Wir haben kalt geduscht – das musste sein, nach der Wanderung. Am nächsten Tag haben wir nur in der Bucht gechillt… ❤

spirits_bay_01 spirits_bay_02… und ein paar Muscheln gesammelt. – Es ist eine ordentliche Portion für das Mittagessen dabei raus gekommen. 😉

spirits_bay_03Am nächsten Tag haben wir dann noch eine große Touristen-Attraktion ausprobiert: Sandboarden auf den Te Paki Dunes. 😉

te_paki_01

te_paki_03Jonas hatte viel Spaß dabei – mir war es zu anstrengend die Dünen hoch zu klettern… Ich habe die besondere Landschaft genossen.

te_paki_02

Am Abend haben wir uns wieder auf den Rückweg, Richtung Süden gemacht und sind jetzt wieder in Kaitaira um unsere Vorräte aufzufüllen, Steuern für unser Auto zu bezahlen und das Gratis-Internet der Bib zu nutzen. 😉 Doch bald geht es Richtung Ostküste, wo noch viel mehr Strände  und Buchten auf uns warten. ❤ Bis bald, liebe Grüße Franzi

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