Erster Roadtrip in Neuseeland – go North!

Nach drei Wochen im behüteten Auckland mit Strom, Wifi, Waschmaschine, Bett und Kühlschrank sind wir auf unseren ersten Roadtrip gestartet. Dabei haben wir einige „erste Male“ erlebt…

Das erste Mal die sichere Stadt verlassen

Es war wirklich sehr seltsam Auckland und unsere wunderbare Host-Familie zu verlassen. Und noch dazu ohne einen richtigen Plan zu haben wohin es eigentlich geht – unser Ziel lautete „in den Norden, zuerst Westküste, dann Ostküste“. Paul hat uns grob eine Route empfohlen und ein paar Tipps für Stops gegeben, ansonsten waren/sind wir recht planlos. So viel Freiheit! Nachdem wir Auckland verlassen haben, sind wir gen Norden durch sehr viel Farmland gefahren. – Es gibt übrigens in Neuseeland noch mehr Kühe als Schafe. 😉

aussicht_01 aussicht_02

Das erste Mal im Bongo übernachten

Unser erster Camping-Platz liegt etwas abseits der Hauptstraße an einem Fjord. Wir hatten einen Platz direkt am Meer (das die meiste Zeit nicht da war) und sogar eine kleine Küche mit Toaster und Wasserkocher – die wichtigsten Elektrogeräte beim Camping. ^^

bongo_erster_campingplatzDie erste Nacht im Van war erstaunlich gemütlich und ruhig. Wir haben genug Platz und genug Decken und mit unserer Lichterkette fühlen wir uns wie in einer romantischen Glowormcave. ❤ Am Morgen sind wir zwar relativ früh aufgewacht, aber so konnten wir den Sonnenaufgang beobachten 🙂

jonas_sonnenaufgangDas erste Mal eine „Seal“ in freier Wildbahn in Neuseeland sehen

Bevor wir schlafen gegangen sind, haben wir einen kleinen Abendspaziergang zu einem Holzsteg am Meer gemacht. Jonas hatte seine Angel dabei und wollte sie ein paar Mal auswerfen. Es war relativ kalt und ich bin etwas auf dem Steg herum gegangen und habe ins Wasser geguckt. Im Wasser habe ich einen schwarzen Fleck gesehen und dachte: „Verrückt! Im Dunkeln siehst du schon in jeder Alge eine Robbe.“ Aber dann hat sich die Alge doch ganz schön „robbenmäßig“ bewegt, denn es war eine Robbe! Sie ist immer um den Steg rum gedümpelt und hat plötzlich blitzschnell einen Fisch geschnappt. Es war wirklich ein tolles Erlebnis sie dabei so nah beobachten zu können. (Das Bild ist nicht so toll, weil es ja dunkel war… egal, man erkennt was es ist.)

robbe

Am Morgen war der Steg fest in der Hand der Möwen. ^^

steg_möwenNach einem Vormittag am nahen Sandstrand – der wurde uns von zwei Guys empfohlen, die nachts am Pier vorbei gekommen sind um zu checken, ob die doofen Robben noch immer dort sind – dann fangen sie nämlich nichts. 😉 Es war etwas abenteuerlich den Strand wieder zu verlassen, weil zwischenzeitlich die Flut gekommen ist und unsere Bucht von der Bucht mit dem Weg abgeschnitten hat… Aber wir hatten eine schöne Bucht ganz für uns. 🙂

sandstrand_tinopoi

Das erste Mal den neuseeländischen Sternenhimmel bewundern

Unsere zweite Nacht haben wir ebenfalls auf einem abgelegenen Campingplatz verbracht, in Glinks Gully. Der Platz liegt zwischen zwei Hügeln, über einem Mini-Ort, der hauptsächlich aus Ferienhäusern besteht. Dort gibt es weder Internet noch Handy-Empfang. – Wir sind dort gleich drei Nächte geblieben, weil der Platz günstig war, mit einer praktischen Küche ausgestattet war (mit Strom zum Bloggen ;)) und wir ihn fast für uns allein hatten.

Am ersten Abend haben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachtet (Bucketlist check). – Ich habe total Stress gemacht, damit wir es noch rechtzeitig schaffen und dann saßen wir fast noch 45 Minuten am Strand – vielleicht sollte ich abends die Sonnenbrille ausziehen. ^^ Naja, wir haben ja Zeit. 😛

sonnenuntergang_glinks_gullyDie Nacht war dann sehr klar und wir konnten den Sternenhimmel bewundern (Bucketlist halbcheck).

sterne

Das erste Mal im Bongo mit Sturm und Regen übernachten

Die dritte Nacht war meine bisherige Horror-Nacht. Es hat gestürmt und geregnet und ich lag im Bongo und hatte Angst. So eine Lage über dem Dorf ist ja schön für die Aussicht, aber der Wind war dort oben natürlich besonders stark…

van_glinks_gully

Der Van hat immer leicht hin und her geschwankt – ich habe mich manchmal gefühlt wie auf einem Boot. Und der Regen ist dann gegen die Scheiben und auf das Dach geknallt. Wah!

möwen_sturmAm Mittag hatte der Besitzer vom Campground noch gemeint – „it’ll be quiet heavy – es wird heftig werden“, aber wir konnten das bei Sonnenschein noch nicht so ganz glauben… Das nächste Mal suchen wir uns dann vielleicht einen anderen Platz… Nun ja, wir haben auch diese Horrornacht überlebt und unser Bongo hat sich prima geschlagen. Es ist kein Wasser rein gekommen und wir sind nicht den Abhang runter gerollt. ❤

Die erste Wanderung in Neuseeland

Unsere fünfte Nacht haben wir an den Kai Iwi Lakes verbracht. Es sind Süßwasserseen, die mit Regenwasser gefüllt sind. Der größte See hat einen natürlichen Sandstrand und daher eine tolle Farbe.

kai_iwi_lakesVon diesen Seen aus haben wir unsere erste Wanderung gestartet. Sie ging von den Seen zum Meer, am Meer entlang und dann auf einen Berg am Meer. Wow! Und eigentlich noch zurück… Aber von vorne. ^^ Der „Track“ beginnt auf einer Kuhwiese mit dem Hinweis: „Der Track geht über Privatbesitz, bitte verlassen Sie die Wege nicht.“ – Weit und breit Wiese – welcher Track?! 😛 Jonas hat unterwegs ein bisschen den Kuhhirten gespielt… 😉

jonas_küheSie sind den ganzen Weg am Zaun mitgelaufen… ^^ Die Tasman Sea – das Meer an der Westküste, zwischen Australien und Neuseeland – ist so rau und trotzdem wunderschön. ❤ Wir sind kilometer weit am Sandstrand entlang gelaufen, ohne auf andere Menschen zu treffen. Wow!

westküste_strandUnd wow ganz schön anstrengend… knapp 7 km im Sand laufen. Nach einer Pause haben wir uns trotzdem an den Aufstieg des „Bluff“ gewagt. Der Weg war wirklich sehr schön und abwechslungsreich. Viel durch den Bush.

bush_franzi

Allerdings haben wir die Strecke unterschätzt. Wir hatten zu wenig Wasser und zu wenig Essen dabei. Ich war total erschöpft und hätte es fast nicht bis zum Aussichtspunkt geschafft. – Was wirklich schade gewesen wäre, weil die Aussicht war toll:

aussicht_bluffNachdem wir oben unsere letzten Vorräte aufgebraucht und etwas gedöst hatten, haben wir uns an den Abstieg gemacht. Der ging relativ flott, aber wir konnten bereits sehen: Wir können nicht zurück gehen. Die Flut war da und hat Teile des Strands komplett überspült – außerdem wäre ich dazu gar nicht mehr körperlich in der Lage gewesen… Von oben haben wir aber auch unsere Rettung entdeckt: Da liegt ein Pärchen am Strand, die haben ein Auto, die fragen wir ob sie uns mitnehmen. – Und sie haben uns mitgenommen, uns Wasser gegeben und uns direkt zurück zu unserem Van gefahren – ohne irgendeine Gegenleistung. WOW – DANKE! ❤ Die beiden haben echt unseren Tag gerettet.

So haben wir es noch rechtzeitig zum nächsten Campingplatz geschafft, wo bereits das nächste Abenteuer auf uns gewartet hat… 😉 Bis bald, liebe Grüße Franzi

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